Was macht ein Notfallsanitäter? Alle Infos zum Ausbildungsberuf Notfallsanitäter

Wusstest du schon, dass ein Notfall-Rucksack stolze 15 Kilogramm auf die Waage bringt, der Ton des Martinshorns je nach Einsatzgebiet variiert und du für den Job einen Führerschein der Klasse C besitzen musst? Als Notfallsanitäter solltest du nicht nur körperlich fit sein, sondern auch über ein enormes medizinisches Wissen verfügen, denn du bist der Erste am Unfallort und verantwortlich für die Versorgung des Patienten. Jobs-regional liefert dir alle wichtigen Infos rund um die Ausbildung und den Arbeitsalltag als Retter in der Not.

Themenüberblick: Notfallsanitäter
Jobs | Voraussetzungen | Gehalt | Bewerbung

Ausbildungsberuf Notfallsanitäter
  • school
    Emp. Schulabschluss
    Mittlerer Bildungsabschluss
  • date_range
    Ausbildungsdauer
    3 Jahre
  • access_time
    Arbeitszeit
    Schichtdienst

Dein Weg zum Notfallsanitäter

Was für einen Abschluss braucht man als Notfallsanitäter? Wie kann ich Notfallsanitäter werden? Wie viel verdient man als Notfallsanitäter? Kann ein Notfallsanitäter verbeamtet werden und was ist eigentlich ein Rettungsassistent? Fragen über Fragen, die du dir stellst, wenn du Notfallsanitäter werden möchtest. Die passenden Antworten findest du hier bei uns auf jobs-regional.de!

Häufig gestellte Fragen

Wie lang dauert die Ausbildung als Notfallsanitäter?

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert in der Regel 3 Jahre.

Was für einen Abschluss braucht man als Notfallsanitäter?

Wenn du Notfallsanitäter werden möchtest, benötigst du einen mittleren Bildungsabschluss. Die Berufsfachschulen wählen ihre Bewerber jedoch selbst nach eigenen Kriterien aus.

Wie kann ich Notfallsanitäter werden?

Wenn du als Notfallsanitäter arbeiten möchtest, benötigst du eine abgeschlossene Ausbildung als Notfallsanitäter. Diese dauert 3 Jahre in Vollzeit und 5 Jahre in Teilzeit. Außerdem musst du bis 2021 die Berufsbezeichnung des Notfallsanitäter erlangen, wenn du bereits eine Ausbildung als Rettungsassistent gemacht hast. Denn der Rettungsassistent wurde 2014 vom Notfallsanitäter abgelöst. Das zusätzlich benötigte Wissen musst du dir in einer Berufsfachschule aneignen und anschließend nochmals eine Prüfung absolvieren.

Kann ein Notfallsanitäter verbeamtet werden?

Als Notfallsanitäter hast du nur die Möglichkeit über die Berufsfeuerwehr in den Beamtenstatus zu wechseln. Bei der Bundeswehr wirst du als Notfallsanitäter zum Berufssoldaten ernannt, was vergleichbar mit einem Beamten ist.

Wie viel verdient man als Notfallsanitäter?

Das Einstiegsgehalt eines Notfallsanitäters beträgt circa 3.000 EUR brutto. Das Gehalt orientiert sich dabei an Tarifverträgen. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel über das Gehalt eines Notfallsanitäters.

1. Definition: Notfallsanitäter

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Was macht ein Notfallsanitäter?

Wenn es zu einem Unfall kommt, ist es wichtig, dass kompetente Hilfe vor Ort ist. Hier steht der Notfallsanitäter an vorderster Stelle. In Filmen sieht man meist nur ein schwerverletztes Unfallopfer um Hilfe schreien, wie die Sanitäter mit einer Trage geeilt kommen und den Patienten in den Rettungswagen verfrachten. Dann fährt er mit quietschenden Bremsen und Blaulicht davon. Mit Höchstgeschwindigkeit geht es ins Krankenhaus, wo der Job des Notfallsanitäters endet und der Arzt die Hauptrolle übernimmt. Die Realität sieht ganz anders aus.

Sobald ein Einsatz in der Rettungswache eingeht, fahren Notfallsanitäter mit dem Rettungswagen zum Einsatzort und leisten Erste Hilfe. Nach Beurteilung des Gesundheitszustandes des Patienten werden lebensrettende Sofortmaßnahmen zur Wiederherstellung oder Erhaltung der lebensnotwendigen Vitalfunktionen eingeleitet. Bei der Entscheidung über entsprechende Maßnahmen orientieren sich Notfallsanitäter an dem ABCDE Schema. Atemwege (Airway) kontrollieren und sichern, Atmung (Breathing) beobachten und Qualität beurteilen, Kreislauf (Circulation) checken, Neurostatus (Disability) feststellen und die Umgebung (Environment) analysieren.

Natürlich sind nicht bei jedem Einsatz alle fünf Schritte notwendig. Vielmehr soll das Schema als Leitfaden dienen, damit ein gewisser Ablauf entsteht und die Unfallursache schnellstmöglich geklärt werden kann.

Wie du siehst, muss ein Notfallsanitäter in kürzester Zeit auf ganz schön viel achten. Was noch alles in den Aufgabenbereich eines Sanitäters fällt, erfährst du in diesem Artikel.

Notfallsanitäter sind auch bekannt als:

Offiziell lautet die Bezeichnung für den Beruf „Notfallsanitäter“. Diese sind aber auch bekannt als:

  • NotSan
  • Rettungsassistent (bis 2014 verwendet)

Am 1. Januar 2014 ist das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) in Kraft getreten und das dadurch entstandene neue Berufsbild Notfallsanitäter hat den Rettungsassistenten abgelöst. Die Ausbildung lässt sich kaum mit der zum Rettungsassistenten vergleichen. Nicht nur der zeitliche Umfang hat sich von zwei auf drei Jahre erhöht, auch vermittelt der Notfallsanitäter weitergehende Kompetenzen, nicht nur im notfallmedizinischen Bereich, sondern auch im Bereich der Beratung, Kommunikation und Interaktion. Nach der staatlichen Abschlussprüfung stellt der Notfallsanitäter die höchste nichtärztliche medizinische Qualifikationsstufe dar und hat weitreichende notfallmedizinische Befugnisse. Den ursprünglichen Rettungsassistenten wurde bis 2021 eine Frist gesetzt, die es ihnen vorschreibt, sich durch eine Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter fortzubilden.

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2. Voraussetzungen für den Notfallsanitäter

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Welche Voraussetzungen benötigt man als Notfallsanitäter?

Wer Leben retten möchte, muss zunächst eine Ausbildung absolvieren. In den folgenden Punkten erfährst du, welche Muss/Kann Kompetenzen du für den Job mitbringen solltest.

2.1 Die Ausbildung zum Notfallsanitäter

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Teilzeitausbildung ist auch in 5 Jahren möglich. Die Theorie wird in Blockunterricht vermittelt und umfasst dabei 1.920 Stunden. Der praktische Teil der Ausbildung wird zu 1.960 Stunden in genehmigten Lehrrettungswachen geleistet und zu 720 Stunden in geeigneten Krankenhäusern. Ein möglicher Inhalt könnte dabei wie folgt aussehen:

Ausbildungsentwicklung: Notfallsanitäter

Ausbildungsort Ausbildungsinhalt
Theoretischer und praktischer Unterricht
  • Notfallsituationen bei Menschen aller Altersgruppen sowie Gefahrensituationen erkennen, erfassen und bewerten (360 Stunden)
  • Rettungsdienstliche Maßnahmen und Maßnahmen der Gefahrenabwehr auswählen, durchführen und auswerten (360 Stunden)
  • Kommunikation und Interaktion mit sowie Beratung von Hilfe suchenden und hilfebedürftigen Menschen unter Berücksichtigung des jeweiligen Alters sowie soziologischer und psychologischer Aspekte (120 Stunden)
  • Abläufe im Rettungsdienst strukturieren und Maßnahmen in Algorithmen und Einsatzkonzepte integrieren und anwenden (100 Stunden)
  • Das Arbeiten im Rettungsdienst intern und interdisziplinär innerhalb vorhandener Strukturen organisieren (100 Stunden)
  • Handeln im Rettungsdienst an Qualitätskriterien ausrichten, die an rechtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen orientiert sind (100 Stunden)
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden bis zum Eintreffen des Notarztes/der Notärztin oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung durchführen (500 Stunden)
  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen (100 Stunden)
  • Auf die Entwicklung des Notfallsanitäterberufs im gesellschaftlichen Kontext Einfluss nehmen (60 Stunden)
  • In Gruppen und Teams zusammenarbeiten (120 Stunden)
1.920 Stunden insgesamt
Praktische Ausbildung in genehmigten Lehrrettungswachen
  • Dienst an einer Rettungswache (40 Stunden)
  • Durchführung und Organisation von Einsätzen in der Notfallrettung (1.600 Stunden)
  • Zur freien Verteilung auf die Einsatzbereiche 1 und 2 sowie zur Hospitation an einer Rettungsleitstelle oder integrierten Leitstelle (320 Stunden)
1.960 Stunden insgesamt
Praktische Ausbildung in geeigneten Krankenhäusern
  • Pflegeabteilung (80 Stunden)
  • Interdisziplinäre Notfallaufnahme (120 Stunden)
  • Anästhesie - und OP-Abteilung (280 Stunden)
  • Intensivmedizinische Abteilung (120 Stunden)
  • Geburtshilfliche, pädiatrische oder kinderchirurgische Fachabteilung/Intensivstation oder Station mit entsprechenden Patienten (40 Stunden)
  • Psychiatrische, gerontopsychiatrische oder gerontologische Fachabteilung (80 Stunden)
720 Stunden insgesamt
Kurzprofil Notfallsanitäter
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Kurzprofil Notfallsanitäter

2.2 Muss Kompetenzen eines Notfallsanitäters

  • Sorgfalt
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Selbstständige Arbeitsweise
  • Psychische Belastbarkeit
  • Einfühlungsvermögen

2.3 Kann Kompetenzen eines Notfallsanitäters

  • Flexibilität
  • Teamarbeit
  • Körperliche Fitness
  • Gehalt

    euro

    In der Ausbildung: 1.141 EUR (im 1. Ausbildungsjahr) – 1.303 EUR (im 3. Ausbildungsjahr)

    Im Job als Berufseinsteiger: 3.000 EUR brutto

  • Typ

    domain

    Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich)

  • Work-Life-Balance

    house

    Normal (40 Stunden wöchentlich)

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3. Aufgaben eines Notfallsanitäters

Welche Aufgaben haben Notfallsanitäter?

Die Anforderungen an einen Notfallsanitäter variieren, je nach beruflichem Tätigkeitsfeld. Daher ist es wichtig, sich ein möglichst breites Spektrum an Wissen anzueignen. Die Grundlagen dafür werden während der Ausbildung erworben.

3.1 Aufgaben eines Auszubildenden Notfallsanitäter

Da der Beruf des Notfallsanitäters, wie der Name schon vermuten lässt, in einer Notfallsituation zum Einsatz kommt, werden die meisten Kenntnisse in der Praxis erworben. Hier kann das in der Schule gelernte Wissen selbstständig umgesetzt werden und die Auszubildenden können sich weiterentwickeln, an Geschicklichkeit gewinnen und ihre Nervosität durch routinierte Abläufe in den Griff bekommen.

Aufgaben eines Auszubildenden:

  • Einsatzaufträge entgegennehmen und medizinische Erstversorgung durchführen
    • Sicher und schnell zur Einsatzstelle fahren
    • Situation vor Ort klären
    • Selbstständig Erste Hilfe leisten
    • Notärzten assistieren
    • Maßnahmen zum Transport einleiten
    • Psychische Betreuung von Patienten und Angehörigen
  • Patiententransporte durchführen - Patienten in Einsatzfahrzeug befördern bis hin zur Übergabe an das Krankenhauspersonal
  • Tätigkeiten nach dem Einsatz
    • Fahrzeug und Einsatzmittel säubern
    • Medikamentenbestände prüfen und auffüllen
    • Transportnachweise, Notfallprotokolle und Einsatzberichte erstellen
    • Rufbereitschaft für nächsten Einsatz sicherstellen
  • Einsatzfähigkeit von Geräten, Materialien und Fahrzeugen sicherstellen

3.2 Aufgaben eines Notfallsanitäters

Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Abschlussprüfung beendet. Bis dahin erworbene Inhalte können nun in der Praxis vertieft und eingesetzt werden. Natürlich besteht durch die unterschiedlichen Einsätze auch die Möglichkeit, nicht in der Ausbildung enthaltene Bestandteile, neu zu erlernen und sein Aufgabenfeld zu erweitern.

Da Notfallsanitäter bei jedem Einsatz ins Ungewisse fahren, ist es besonders wichtig, dass sie alle Tätigkeiten perfekt beherrschen. Ein ausgelernter Notfallsanitäter kennt jedes einzelne Medikament im Rettungswagen von seiner Wirkweise bis hin zur Dosierung. Außerdem kann er jedes Gerät anwenden und weiß, wo er welches Hilfsmittel findet. Übrigens sieht ein Rettungswagen von Innen immer gleich aus. Das heißt, die Ausstattung richtet sich nach der DIN EN 1789 Typ C und ist daher überall einheitlich.

Notfallsanitäter dürfen im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit primär ärztliche Maßnahmen in Eigenverantwortung oder nach Vorgaben des jeweiligen ärztlichen Leiters des Rettungsdienstes ausüben. Im NotSanG werden diese beiden Bereiche unter Paragraf 4 Abs. 1 Buchstabe C (Eigenverantwortliche Durchführung invasiver Maßnahmen) oder Paragraf 4 Abs. 2 Buchstabe C (Durchführung im Rahmen der Mitwirkung (durch Freigabe des ärztlichen Leiters des Rettungsdienstes)) aufgeführt.

Im 1C-Bereich können dem Notfallsanitäter von höheren Instanzen keine Maßnahmen freigegeben oder untersagt werden, da der Notfallsanitäter hier im Bereich des "Rechtfertigenden Notstandes" nach Paragraf 34 StGB handelt. Die Durchführung therapeutischer Maßnahmen und die Medikamentengabe liegt in der individuellen Verantwortung des Handelnden. Zu den Aufgaben des 1C-Bereichs gehören beispielsweise:

Aufgaben - Ausbildungsberuf Notfallsanitäter
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Aufgaben - Ausbildungsberuf Notfallsanitäter

Aufgaben eines Notfallsanitäters vom ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes im jeweiligen Bundesland empfohlen:

  • Medizinische Notfallerstversorgung von Patienten
  • Vitalfunktionen überwachen und ggf. lebensrettende Maßnahme ergreifen
  • Allgemeine Maßnahmen der Gefahrenabwehr einleiten
  • Patiententransporte durchführen
  • Notfallprotokolle und Einsatzberichte verfassen
  • Generelle Einsatzfähigkeit von Geräten und Fahrzeugen überwachen

4. Berufsaussichten für Notfallsanitäter

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Welche Aussichten haben Notfallsanitäter?

Notfallsanitäter haben die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. Da der Bedarf an Erster Hilfe bei Unfällen immer bestehen bleiben wird, haben Notfallsanitäter ausgezeichnete Zukunftsaussichten.

Außerdem gibt es zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese helfen nicht nur dein berufliches Wissen aktuell zu halten und dich an neue Entwicklungen anzupassen, sondern bringen auch einen besseren Verdienst mit sich. Als Notfallsanitäter kannst du dich in sechs Themenfeldern weiterbilden:

  1. Notfallmedizin
  2. Rettungsdienst
  3. Betriebssanitätswesen, Erste Hilfe
  4. Medizinische Assistenz
  5. Medizinische Dokumentation
  6. Hygiene im Gesundheitswesen

Falls du von einem Studium nicht abgeneigt bist, kommt vielleicht auch eine akademische Laufbahn infrage. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kannst du Zugang zu einem Studium erhalten und beispielsweise einen Bachelor in Sanitäts-/ Rettungswesen, Rettungsingenieurwesen, Medizinischer Assistenz, Gesundheitsmanagement/ -ökonomie oder Humanmedizin absolvieren.

Eine weitere Berufsaussicht stellt auch der Praxisanleiter dar. Als Praxisanleiter übernimmst du den praktischen Teil der Ausbildung von Nachwuchskräften im Rettungsdienst. Du kannst Beschäftigung in Lehrrettungswachen finden oder auch als Lehrer an eine Rettungsschule wechseln.

Zusammenfassung - Berufsbild Notfallsanitäter:

5. Branchen für Notfallsanitäter

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In welchen Branchen arbeiten Notfallsanitäter?

Nach der erfolgreichen Abschlussprüfung bist du bereit für den Einstieg ins Arbeitsleben. Hier hast du in der Regel drei typische Branchen zur Auswahl: bei Rettungsdiensten, Krankentransportdiensten und bei der Feuerwehr.

Darüber hinaus gibt es verschiedene private Rettungsdienstunternehmen, die sich auf Sondergebiete wie Luft-, Berg-, Höhlen- oder Wasserrettung spezialisiert haben.

6. Gehalt eines Notfallsanitäters

Sowie in allen anderen Berufen gibt es zwischen Azubi und Notfallsanitäter finanzielle Unterschiede.

6.1 Gehalt während der Ausbildung

Eine wichtige Frage, die du dir stellst, wenn du eine Ausbildung als Notfallsanitäter beginnen möchtest ist: Was verdiene ich als NotSan-Azubi? Während der Ausbildung arbeitest du aktiv mit. Natürlich kannst du nicht von Anfang an alles wissen, aber durch aufmerksames Zusehen und Lernen unterstützt du das Team. Dafür erhältst du als Gegenleistung Geld

Die Ausbildungsvergütung variiert je nach Bundesland, worüber du noch mehr in unserem Artikel über das Gehalt eines Notfallsanitäters findest. Als Beispiel haben wir dir einmal die Ausbildungsvergütung eines Notfallsanitäters in einer Einrichtung des öffentlichen Dienstes aufgelistet.

Gehaltsspanne von Auszubildenden abhängig des Ausbildungsjahres:

Ausbildungsjahr Ausbildungsvergütung (brutto im Monat)
1. Ausbildungsjahr 1.141 EUR
2. Ausbildungsjahr 1.202 EUR
3. Ausbildungsjahr 1.303 EUR

6.2 Gehalt nach der Ausbildung

Das Gehalt nach deiner Ausbildung als Notfallsanitäter richtet sich nach Bundesland und Arbeitgeber. Oftmals wird bei staatlichen Einrichtungen oder kommunalen Rettungsdiensten nach Tarifverträgen gezahlt. Tarifverträge unterteilen sich in Entgeltgruppen und Entwicklungsstufen. Mehr darüber erfährst du in unserem Artikel über das Gehalt eines Notfallsanitäters bei jobs-regional.de.

Beispiele zum Gehalt eines Notfallsanitäters:

Ausbildungsstand Bruttogehalt (Monat) Bruttogehalt (Jahr)
Berufseinsteiger 2.797 EUR 33.564 EUR
Nach 2 Jahren Berufserfahrung 2.933 EUR 35.196 EUR
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7. Besonderheiten im Job eines Notfallsanitäters

Falls du in deinem Berufsalltag als Notfallsanitäter noch nicht genügend Adrenalin verspürst, kannst du dich auch in der Luft-, Berg-, Höhlen- oder Wasserrettung spezialisieren. Es gibt zahlreiche Rettungsdienste in diesen Tätigkeitsfeldern. Diese sind verständlicherweise in Gebieten angesiedelt, in welchen sie benötigt werden. Falls du dich also für die Bergrettung interessierst, dich aber bei einem Rettungsdienst mitten in der Stadt bewirbst, macht das wenig Sinn. Denn so wirst du niemals deine Leidenschaft für die Berge und die damit verbundene Rettung ausüben können.

Eine weitere Besonderheit im Job eines Notfallsanitäters ist die Arbeitskleidung. Sicherlich bist auch du schon häufiger den Frauen und Männern in den strahlenden Farben begegnet. Notfallsanitäter tragen Jacken in Signalfarben, sodass sie sofort erkannt werden und Beachtung erhalten. Außerdem sind die Hosen und Pullover besonders robust, da sie einigen Körperflüssigkeiten und Wetterbedingungen standhalten müssen. Das Outfit wird durch einen festen Sicherheitsschuh mit antistatischer Wirkung abgerundet. Durch die antistatische Ausführung wird die elektrostatische Wechselwirkung zwischen Notfallsanitäter und Patient ausgeschlossen.

Zudem solltest du als Notfallsanitäter eine gute körperliche Fitness mitbringen. Denn du musst nicht nur die schwere Ausrüstung tragen, sondern eventuell Patienten über mehrere Stockwerke auf einer Trage nach unten befördern oder im Zweifelsfall auch einen Menschen wiederbeleben und dafür benötigt man sehr viel Kraft und Ausdauer.

Wenn du gern einen entspannten 8 Stunden Bürojob hättest und Durchschlafen für dich oberste Priorität hat, dann ist der Beruf des Notfallsanitäters vielleicht nicht das Richtige für dich. Im Rettungswesen ist nämlich Schichtdienst angesagt und auch während deinem Nachtdienst und an Wochenenden wird es zu Einsätzen kommen.

8. Fazit

Du möchtest gern Verantwortung übernehmen, dich ständig neuen Herausforderungen stellen und einen Beruf ausüben, indem du Menschen hilfst? Dann solltest du Notfallsanitäter werden! Hier nochmals das Wichtigste zum Notfallsanitäter kurz für dich zusammengefasst:

  • Da es den Beruf erst seit 2014 gibt und dieser als Goldstandard im Rettungsdienst gilt, hast du noch nicht so viel Konkurrenz auf dem Markt und eine gute berufliche Perspektive.
  • In der Ausbildung verdienst du als Notfallsanitäter 1.141 EUR im 1. Ausbildungsjahr und bis zu 1.303 EUR im 3. Ausbildungsjahr.
  • Zu den benötigten Kompetenzen gehören Einfühlungsvermögen, Sorgfalt, Flexibilität und Teamarbeit.
  • Notfallsanitäter arbeiten im Schichtdienst.
  • Neben einer hohen Stressbelastung sind sie auch einer enormen körperlichen Anstrengung ausgeliefert.
  • Notfallsanitäter müssen über aktuelle medizinische Kenntnisse verfügen und ihr Wissen ständig aktualisieren.
  • Sie müssen Zusammenhänge erkennen und auf unvorhergesehene Situationen reagieren.
  • Die Kommunikation unter den Kollegen ist nicht nur unabdingbar, sondern entscheidet über Leben und Tod. Auch die Kommunikation mit den Angehörigen und Patienten muss geübt sein.
Quellen:

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