Ausbildung im Handel Was spricht wirklich für eine Ausbildung in der Handelsbranche?

In der Handelsbranche gibt es, so wie in anderen Branchen auch, viele Jobs, die man auch in anderen Branchen finden könnte. Nicht nur Einzelhandelskaufleute lassen sich hier zuordnen. Alle Berufe, in denen es um den Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen geht, gehören dazu. Dieser Artikel stellt dir einige von ihnen kurz vor und gibt dir erste Einblicke in die Handelsbranche.
Ausbildung Handel

Ausbildung in der Handelsbranche

1. Motivation - Warum sich eine Ausbildung im Handel lohnt

Im Handel gibt es viele verschiedene Bereiche, in denen du arbeiten kannst. So hast du die Möglichkeit einen Job in der Branche zu finden, der deine Interessen am meisten anspricht. Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreich, da du viel Kontakt zu deinen Kollegen und zu Kunden hast. Je nach dem für welchen Beruf du dich entscheidest, kannst du sogar deine kreative Ader mit einbringen und Waren oder Ausstellungsräume gestalten. Mit einer Ausbildung im Handel kannst du den Grundstein für deine Karriere legen, denn es gibt viele Möglichkeiten sich weiterzubilden und aufzusteigen. Viele Chefs im Einzelhandel beispielsweise, haben ihren Weg auch mit einer Ausbildung begonnen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Berufe gibt es im Handel?

Handelsberufe gibt es zahlreich und sie sind auch in verschiedenen Branchen vertreten. Zu ihnen gehören zum Beispiel Kaufmann/frau im Einzelhandel, Floristen/innen, Buchhändler/innen oder Drogisten/innen.

Was braucht man für einen Abschluss als Kaufmann im Einzelhandel?

Gesetzlich ist für die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben, jedoch stellen die Betriebe überwiegend Lehrlinge mit einer mittleren Reife ein. Weitere Infos in unserem Artikel über die Ausbildung als Einzelhandelskaufmann.

Wie lange dauert die Ausbildung im Einzelhandel?

Die Ausbildung als Kaufmann/frau im Einzelhandel dauert 3 Jahre und wird dual, sprich im Betrieb und in der Berufsschule, absolviert.

Was kann man noch mit einer Einzelhandelsausbildung machen?

Mit dieser kaufmännischen Ausbildung bist du nicht an den Einzelhandel gebunden. Der Titel sagt lediglich aus, dass du in diesem Bereich spezielle Kenntnisse hast. Du hast die Möglichkeit in den Innendienst zu wechseln, oder als Quereinsteiger in andere Bereiche wie zum Beispiel den Zoll. Generell kannst du zwischen verschiedenen Branchen wählen und musst nicht zwingend im Verkauf arbeiten.

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2. Ausbildungsberufe der Handelsbranche

Die Berufe in der Handelsbranche können sehr unterschiedlich und vielfältig sein. Viele kaufmännische Jobs gehören dazu, aber auch Floristen/innen oder Gestalter/innen für visuelles Marketing lassen sich dazuzählen. In diesem Abschnitt haben wir dir eine Auswahl an Jobs ausgesucht und stellen sie kurz vor.

  • Kaufmann/frau im Einzelhandel

    Einzelhandelskaufleute kümmern sich um den Ein- und Verkauf von Waren, die Sortimentsgestaltung, Lagerhaltung und verkaufsfördernde Maßnahmen. Dazu kommen noch Verwaltungs- und Organisationsaufgaben. Wir haben dir in unserem Ausbildungsguide den Beruf des Kaufmanns im Einzelhandel auch näher beschrieben.

    Die meisten Betriebe stellen Lehrlinge mit einem mittleren Bildungsabschluss ein, aber auch mit einem guten Hauptschulabschluss hast du die Chance eine Lehrstelle zu finden. Gute Noten in Deutsch und Mathematik sind wichtig und erste Kenntnisse aus dem Bereich Wirtschaft können hilfreich sein.

  • Kaufmann/frau im E-Commerce

    Im Prinzip lässt sich sagen, dass Kaufleute im E-Commerce ähnliche Aufgaben erledigen wie Einzelhandelskaufleute. Allerdings beschränkt sich ihre Arbeit auf den Internethandel.

    Rechtlich gibt es keine Vorgabe welchen Schulabschluss du für diese Ausbildung vorweisen musst. Die Betriebe stellen überwiegend Abiturienten und Bewerber/innen mit mittlerer Reife ein. Neben den Fächern Deutsch, Mathematik und Wirtschaft, solltest du im E-Commerce auch gute Englischkenntnisse mitbringen.

  • Handelsfachwirt/in

    Die Aufgaben von Handelsfachwirten/innen sind das Organisieren und Überwachen der Arbeitsprozesse im Einzel-, Groß- und Außenhandel.

    Für diese doppelt qualifizierende Ausbildung benötigst du ein Abitur oder Fachabitur. Wichtige Fächer für diesen Beruf sind Wirtschaft, Mathematik, Deutsch und Englisch.

  • Buchhändler/in

    Buchhändler/innen beschäftigen sich mit dem Handel von Büchern, Zeitschriften oder auch elektronischen Medien. Sie kaufen, Verkaufen und präsentieren die Waren und übernehmen die Kundenberatung sowie Organisationsaufgaben.

    Obwohl rechtlich keine bestimmte schulische Vorbildung vorgesehen ist, stellen die meisten Betriebe Bewerber/innen mit einer Hochschulreife ein. Bedeutende Fächer sind Deutsch, Mathematik und Wirtschaft.

  • Florist/in

    Als angehende/r Florist/in lernst du das Gestalten und Verkaufen von Blumen- und Pflanzenbouquets und kennst dich auch mit der richtigen Pflege aus. Du berätst Kunden und bereitest Versandbestellungen vor.

    Mit einem Haupt- oder Realschulabschluss kannst du die Ausbildung als Florist/in beginnen. Neben guten Noten in Deutsch und Mathematik sind in diesem Beruf auch die Fächer Biologie und Kunst von Bedeutung.

  • Automobilkaufmann/frau

    Der Job von Automobilkaufleuten ist es, Fahrzeuge und Zubehör zu disponieren, Kunden zu beraten und Verkaufsunterlagen vorzubereiten. Auch Werbemaßnahmen gehören zu ihren Aufgaben. Im Ausbildungsguide haben wir einen umfangreichen Artikel zur Ausbildung als Automobilkaufmann/frau für dich.

    Die meisten Betrieben stellen Lehrlinge mit mittlerer Reife oder Hochschulreife ein. Mathematik, Deutsch und Wirtschaft sind Fächer, aus denen du wichtige Kenntnisse gebrauchen kannst. Außerdem solltest du eine Leidenschaft für Autos haben.

  • Gestalter/in für visuelles Marketing

    Gestalter/innen für visuelles Marketing gestalten die Präsentation von Waren oder Dienstleistungen ansprechend und entwickeln dafür entsprechende Gestaltungskonzepte.

    Gesetzlich gibt es keine Vorgaben, aber die Großzahl der Ausbildungsbetriebe stellen Lehrlinge mit Hochschulreife ein. Bewerber/innen mit Realschulabschluss haben auch noch gute Chancen. Neben den Standardfächern Deutsch, Mathematik und Englisch, solltest du auch Talent in den Bereichen Kunst oder Werken haben.

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3. Gehälter in verschiedenen Handelsberufen

Wie man in der Tabelle sehen kann, hat man im Handel verschiedene Verdienstmöglichkeiten. Auf die Höhe eines Gehalts wirken immer mehrere Faktoren ein. Je höher der Bildungsabschluss beispielsweise ist, desto höher wird auch das Einkommen sein.

Handelberufe - Durchschnittsbruttogehalt pro Monat und Jahr

Beruf Durchschnittliches Monatsgehalt (brutto) Durchschnittliches Jahresgehalt (brutto)
Kaufleute im Einzelhandel 2.309 EUR 27.708 EUR
Handelsfachwirt/in 4.764 EUR 57.168 EUR
Florist/in 1.746 EUR 20.952 EUR
Automobilkaufleute 3.476 EUR 41.712 EUR
Gestalter für visuelles Marketing 2.654 EUR 31.848 EUR

4. Ausbildung im Handel

In der Handelsbranche gibt es zahlreiche Berufe, die du erlernen kannst. Die meisten von ihnen werden dual angeboten, sodass deine Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule stattfindet, und dauern 3 Jahre. Während deiner Lehre erhältst du bereits eine Ausbildungsvergütung, was bei schulischen Ausbildungen in der Regel nicht der Fall ist. Wenn du irgendwann auf der Karriereleiter aufsteigen willst, bieten sich dir viele Möglichkeiten zur Weiterbildung.

Deine Bewerbung zum/zur Verkäufer/in

Wir helfen dir mit Bewerbungstipps für deine Bewerbung als Verkäufer/in. Wie du dein Ausbildungsanschreiben verfasst und worauf du beim Vorstellungsgespräch deiner Ausbildung achten solltest, zeigt dir Jobs-regional.

5. Fazit

Der Handel hat viele Facetten und eine Ausbildung in diesem Bereich bietet dir auch im Nachhinein noch Möglichkeiten dich weiterzubilden oder die Branche zu wechseln, sollte dein Wunsch nach einer beruflichen Veränderung oder einem höheren Gehalt aufkommen. Deswegen gilt sie als solider Karrieregrundstein.

  • Die meisten Ausbildungen werden dual absolviert und dauern in der Regel 3 Jahre.
  • Hauptmerkmal dieser Branche ist der An- und Verkauf von Waren und Dienstleistungen.
  • Es gibt verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten.
  • Du hast viel Kontakt zu Kunden und Kollegen.
  • Je nach Beruf und Arbeitsplatz, können deine Arbeitszeiten auch am Wochenende stattfinden.
Quellen:

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