Ausbildungsbranche Dienstleistungen Alle Infos zu der Ausbildungsbranche Dienstleistungen

Ausbildung Dienstleistung

Ausbildungsbranche Dienstleistungen

1. Überblick

Bei einer Dienstleistung steht nicht die materielle Produktion oder der materielle Wert des Produktes im Vordergrund. Sondern das Erbringen einer Leistung von einer natürlichen oder juristischen Person zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum. Diese Person wird als Dienstleister bezeichnet. Es handelt sich um immaterielles Gut.

Der Umfang der Dienstleistungsbranche ist enorm. Darunter fallen Taxifahrten, Wartungsarbeiten, Kundenservice, Frisörbesuche, Beratungsgespräche und eine Menge weiterer Tätigkeiten. Diese Aktivitäten sind nur durch die Dienstleistung der Mitarbeiter möglich. Ein Merkmal einer Dienstleistung ist das der Wertschöpfungsprozess kann immer nur aktuell erbracht werden, es kann nicht vor- oder nachproduziert werden.

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Häufig gestellte Fragen

Was gehört alles zu Dienstleistungen?

Die Definition von Dienstleistung ist das erstellen (produzieren) und gleichzeitiger Konsum (Verbrauch) der Leistung. Es handelt sich um ein immaterielles Gut, welches dadurch auch nicht gelagert werden kann.

Was sind Dienstleistungsbeispiele?

Ein typisches Beispiel für eine Dienstleistung ist der Besuch beim Friseur. Das Schneiden der Haare ist eine Dienstleistung da die Produktion und der Verbrauch gleichzeitig stattfinden.

Was ist eine öffentliche Dienstleistung?

Diese Dienstleistungen werden meistens vom Staat angeboten. Darunter fallen Leistungen wie Theater, Museen oder Kindergärten.

Was bedeutet Dienstleistungsberuf?

Ein Dienstleistungsberuf umfasst alle Tätigkeiten bei denen das dienen im Mittelpunkt steht. Diese unterscheiden sich von den Berufen bei denen etwas produziert, geholt oder verkauft wird.

2. Ziele der Dienstleistung

Da eine Dienstleistung ein immaterielles Gut ist und somit nicht gelagert werden kann findet der Wertschöpfungsprozess immer aktuell statt. Somit entstehen quantitative Probleme. Die Qualität der Dienstleistung ist dazu oftmals subjektiv. Die Ziele jedes einzelnen Dienstleisters sind es genügend quantitative Wertschöpfungsprozesse zu erstellen die eine angemessene Qualität aufweisen. Während einer Ausbildung in dieser Branche erlernst du auf welche subjektiven Qualitätsfaktoren es an kommt und wie du diese erfüllst.

Bspw.: Ein Friseur muss in seiner Arbeitszeit so viele Kunden bedienen wie nur möglich. Ist die Qualität des Haarschnitts jedoch zu schlecht wird keiner der Kunden wieder kommen und der Frisör wird am Ende keine Kunden mehr besitzen.

Dienstleister müssen Qualität und Quantität verbinden.

3. Diensleistung Bereiche

Die Dienstleistungsbranche besteht aus vier Bereichen.

  • Personenbezogene Dienstleistungen

    Diese Dienstleistungen werden nur an oder mit anderen Personen vollzogen. Die Dienstleistung kann nur mit der Beteiligung des Kunden stattfinden. Der Kunde benötigt dabei keinen aktiven Part. Dieser kann auch nur passiv daran beteiligt sein.

    Ausbildungsbeispiele: Friseur, Pfleger und Kosmetikerin

    Das Ziel der Dienstleistung wird zwischen Dienstleister und Kunden ausgehandelt.

  • Sachbezogene Dienstleistungen

    Bei einer Sachbezogenen Dienstleistung steht nicht der Dienstleister im Vordergrund sondern ein Gegenstand. Der Dienstleister erfüllt lediglich eine Vermittlerfunktion.

    Ausbildungsbeispiele: Bankkaufmann/-frau, Versicherungskaufmann/-frau oder Automobilkaufmann/-frau

  • Originäre Dienstleistungen

    Diese Dienstleistungen werden hauptsächlich von Unternehmen erbracht die keine Güter produzieren. Die Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich auf die Erbringung von Leistungen für den Kunden z.B. Krankenhäuser, Reiseveranstalter, Reinigungsdienste

    Ausbildungsbeispiele: Krankenschwester, Tourismuskaufmann/-frau oder Gebäudereiniger

  • Produktbegleitende Dienstleistungen

    Hierbei handelt es sich um die Dienstleistungen die als Ergänzung zu einem materialen Gut verkauft werden. Diese werden meist ebenfalls von dem Unternehmen angeboten. Hier steht der Zusatznutzen für den Kunden im Vordergrund.

    Ausbildungsbeispiele: Automechaniker oder Elektriker

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Aufgaben im Überblick:

  • Bestattungswesen: Beratung und Betreuung der Hinterbliebenen nach einem Todesfall.

  • Callcenter: Kommunizieren und Korrespondieren mit Kunden im Auftrag von Industrie-, Handels-, und Dienstleistungsunternehmen. Sie verkaufen Produkte und bearbeiten Anfragen oder Aufträge.

  • Koch/Köchin: Sie kaufen, lagern und bereiten Lebensmittel zu Speisen.

  • Messe- und Veranstaltungsmanagement: Diese konzipieren und organisieren Veranstaltungen und sorgen für deren Durchführung.

  • Ver- und Entsorgung:: z.B. Kontrollieren, überwachen und dokumentieren von Abwasser.

  • Justizbeamter: Leisten in Notsituationen Hilfe. Notieren Ordnungswidrigkeiten und deren Sachverhalt, Verfolgen Vergehen und klären Verbrechen auf.

  • Übersetzungen: Dolmetscher sorgen für die Verständigung zwischen Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen.

  • Reinigungskräfte: Reinigung diverser Räumlichkeit zuständig ist.

  • Pflegeassistenz: Betreuung von Menschen, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder einer Krankheit Unterstützung benötigen. Sie helfen den Personen bei der Verrichtung ihres Alltags und fördern somit ihre Eigenständigkeit.

  • Kosmetik, Körperpflege und Wellness: z.B. Der Friseur wäscht, schneidet, pflegt und frisiert deine Haare nach deinen Wünschen.

4. Kompetenzen

Dienstleistungen sind immaterielle Güter. Das bedeutet, der Wertschöpfungsprozess findet immer Vorort des Kunden statt. Aufgrund dieser Eigenschaft müssen die Dienstleister besonders auf ihre Sorgfalt der Qualität aber auch auf die Quantität ihrer Aufträge achten. Wir haben zusätzlich noch weitere Kompetenzen aufgelistet die in der Dienstleistungsbranche nicht fehlen sollten.

Dienstleistung - Muss und Kann Kompetenzen

Muss Kann
Kommunikationsfähigkeit Konzentrationsfähigkeit
Kundenorientierung Verhandlungsgeschick
Organisationsfähigkeit Kaufmännisches Denken
Pädagogische Fähigkeiten Technisches Verständnis
Handwerkliches Geschick Reaktionsfähigkeit
Sorgfalt Flexibilität
Verantwortungsbewusstsein Teamfähigkeit
Psychische Belastbarkeit Entscheidungsfähigkeit
Beobachtungsgenauigkeit Kreativität
Empathie
Geschicklichkeit (Hand-Augen-Koordination)

5. Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt – Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage

In dem Jahr 2018 stieg das Ausbildungsplatzangebot bundesweit stark an so, dass auf 96,6 Ausbildungsplatzangebote 100 Ausbildungsplatznachfrager kamen. Somit erreichte er seit 2007 seinen höchst Wert. Besonders in Westdeutschland hat sich die Ausbildungsmarktlage verbessert. Hier stieg der Wert nochmal um +2,0 Prozentpunkte. In Ostdeutschland stieg der Prozentsatz nur um 0,2%. In Bayern hat er seinen Höchstwert von 109,5 erreicht. Der nordrhein-westfälische Hagen hat mit 79,9 % die niedrigste Quote in ganz Deutschland.

Ausbildungsbereiche in der Dienstleistungsbranche

  • Architektur
  • Bau
  • Büro
  • Beratung
  • Design
  • Ernährung
  • Finanzen
  • Gastronomie
  • Gesundheit
  • IT
  • Kunst und Musik
  • Marketing
  • Medien
  • Mode
  • Organisation
  • Pädagogik
  • Personal
  • Pflege
  • PR
  • Soziales
  • Spedition
  • Technik
  • Telekommunikation
  • Tiere
  • Tourismus
  • Verkauf
  • Verkehr
  • Verwaltung
Quellen:

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