Der perfekte Lebenslauf für Deine Ausbildung Muster, Tipps und Tricks

Du hast dich bereits für eine Ausbildung entschieden? Jetzt heißt es Bewerben, bewerben, bewerben. Dein Lebenslauf ist eines der aussagekräftigsten Dokumente deiner Bewerbung. Es gewährt nicht nur Einblick in das, was du bisher schon alles gelernt hast, sondern gibt einem Personaler auch einen ersten Eindruck von deiner Person. Deshalb ist es wichtig einen ansprechenden und strukturierten Lebenslauf zu verfassen. Hier findest du hilfreiche Tipps, wie du dies erreichen kannst.

Lebenslauf Ausbildung

Lebenslauf für Deine Ausbildung

1. Der Lebenslauf für eine Ausbildung

Zu jeder vollständigen Bewerbung gehört ein Lebenslauf. Gerade, wenn man gerade erst aus der Schule kommt und eine Ausbildung machen will hat man noch nicht die längste Laufbahn hinter sich. Deshalb findet ihr in diesem Artikel einige Vorschläge, um euren Lebenslauf sinnvoll zu füllen. Im Lebenslauf stellst du kurz und knapp deine bisherigen Lebensabschnitte auf ein bis zwei Seiten Papier dar. Hierbei solltest du dir gut überlegen welche Stationen deines Lebens eine Rolle für die Ausbildungsbewerbung spielen könnten.

Wieso ist der Lebenslauf so wichtig?

Durch deinen Lebenslauf gewinnt ein Personaler einen guten Überblick über die Stationen, die du bisher in deinem Leben durchlaufen hast. Aus deinem Lebenslauf kann der Personaler auch auslesen, welche Kompetenzen und Fähigkeiten du bereits erworben hast. Hattest du zum Beispiel während der Schulzeit schon einen Nebenjob, indem du Zeitungen ausgetragen hast, könnte ein Personaler daraus schließen, dass du deine Zeit gut einteilen kannst. Das Gleiche gilt auch für Praktika und Hobbys.

Wenn du deinen Lebenslauf schreibst, solltest du darauf achte, dass alle deine Angaben einen Mehrwert für die Ausbildungsstelle haben. Wenn du dich zum Beispiel für eine Stelle als Einzelhandelskaufmann bewirbst, und du schon einmal einen Nebenjob hattest, bei dem du Lager auf- oder einräumen musstest und Erfahrung mit Kassensystemen sammeln konntest, wirkt das in deinem Lebenslauf positiv. Hast du hingegen für deine Eltern und Nachbarn den Rasen gemäht und dafür etwas Geld bekommen, dann hat das keine Relevanz für diese Ausbildung.

Auf der Suche nach einem Job in deiner Region?
Browse jetzt alle offene Stellen
Jobs durchsuchen
Drop_animation

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein formloses Bewerbungsschreiben?

Eine formlose Bewerbung, auch Kurzbewerbung genannt, besteht anders als die klassische Bewerbung nur aus Anschreiben und Lebenslauf. Zeugnisse, Bescheinigungen etc. musst du nicht beifügen. Das Anschreiben sollte klassisch nach der DIN 5008 gestaltet werden und der Lebenslauf sollte in der Regel nicht länger als eine Seite sein.

Wo unterschreibt man den Lebenslauf?

Wenn du deinen Lebenslauf unterschreiben möchtest, dann unten auf der letzten Seite. Du kannst links oder rechts unterschreiben und solltest Ort und Datum angeben. Wenn du deinen Lebenslauf unterschreibst, bestätigst du damit die Richtigkeit deiner Angaben und verleihst dem Ganzen eine persönliche Note. Wenn du nicht unterschreibst, sollte das aber auch kein K.O.-Kriterium sein.

Was ist ein tabellarischer Lebenslauf?

Der tabellarische Lebenslauf heißt so, weil du dort die wichtigsten Stationen deines Lebens in tabellarischer Form auflistest. Er beinhaltet deine schulische Bildung, deine Arbeitserfahrung, Praktika und deine Hobbys und Fähigkeiten. Er sollte einen Umfang von etwa 2 Seiten haben. Bei mehr als 5 Jahren Berufserfahrung kann sich der Lebenslauf auch über max. 3 Seiten erstrecken.

2. Der tabellarische Lebenslauf – Layout und Inhalt

Der tabellarische Lebenslauf wird klassischerweise in deiner Bewerbung gefordert. Sie gibt einem Personaler eine schnelle und einfache Übersicht über deinen bisherigen Werdegang. Alles was du in deinen Lebenslauf schreibst, wird in der Regel antichronologisch angegeben. Das heißt, dass du die neuesten Daten zuerst und die älteren Daten weiter unten anführst.

Damit deine Bewerbung für eine Ausbildungsstelle ein einheitliches Aussehen hat, solltest du dich bei Schriftart und -größe auf ein bis maximal zwei Schriftarten festlegen und diese im Anschreiben, Lebenslauf und allen anderen selbstverfassten Dokumenten benutzen.

In der oberen linken Ecke des Lebenslaufs gibst du deine persönlichen Daten an. Dazu gehören dein Vor- und Nachname, deine Anschrift, deine Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Angaben, die du machen kannst, aber nicht musst, sind dein Familienstand, deine Staatsangehörigkeit und dein Geburtsdatum und -ort.

Rechts neben den persönlichen Angaben, ist in der Regel das Bewerbungsfoto zu finden. Obwohl du kein Foto mehr in deiner Bewerbung einbinden musst, ist es dennoch empfohlen, da es bei Personalern immer gerne gesehen ist. Wenn du ein Bewerbungsfoto benutzen willst, dann solltest du ein professionelles Foto nutzen. Fotografen haben einen guten Blick dafür wie sie dich für ein Bewerbungsfoto in Szene setzen.

Nun geht es an den Hauptteil. Diesen kannst du grob in schulischen und beruflichen Werdegang unterteilen. Unter die Rubrik „schulischer Werdegang“ schreibst du auf welche Schule du gehst bzw. gegangen bist, von wann bis wann du die Schule besucht hast und welchen Abschluss du mit welcher Note gemacht hast. Hier ein kurzes Beispiel:

Schulischer Werdegang
08/2010 – 05/2018

Musterschule, Musterstadt

Hochschulreife – Note 2,1

Wenn du bereits Berufserfahrung durch Nebenjobs gesammelt hast solltest du diese auf jeden Fall aufführen. Hier gibst du deinen Arbeitgeber an, den Zeitraum, in dem du gearbeitet hast und schreibst in zwei bis drei Stichpunkten, welche Aufgaben du hattest oder welche Kenntnisse du gewonnen hast. Zum Beispiel so:

Beruflicher Werdegang
05/2015 – 07/2016

Position bei Muster AG, Musterdorf

  • Aufgaben
  • Fähigkeiten

Für (Schul-)Praktika kannst du eine eigene Rubrik erstellen, wenn es Sinn macht sie nicht in die Rubrik beruflicher Werdegang zu schreiben. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn du neben der Schule schon mehrere kleinere Tätigkeiten ausgeübt und mehr als ein Praktikum gemacht hast. Würdest du hier alles zusammenfassen, würde die Rubrik zu lang werden und den Lebenslauf unübersichtlich wirken lassen.

Solltest du deine Praktika in einer eigenen Rubrik erfassen halte dich an die Beispiele, die wir dir oben schon gegeben haben.

Die nächste Kategorie bezieht sich auf deine Fähigkeiten und Qualifikationen. Hast du in der Schule z. B. ein Rhetorikseminar oder einen PowerPoint-Kurs gemacht, kannst du diese hier aufführen. In diese Rubrik gehören auch deine Sprachen- und EDV-Kenntnisse. Das könnte dann so aussehen:

Kenntnisse und Qualifikationen

Sprachen

  • Deutsch – Muttersprache
  • Englisch – fließend
  • Französisch – Grundkenntnisse

EDV

  • Word – sehr gut
  • PowerPoint – gut
  • Excel - gut

Qualifikationen

  • Rhetorikseminar – 2017
  • Seminar „Richtig Präsentieren“ – 2016

Als letztes kannst du deine Hobbys aufführen. Sei dir bewusst, dass ein Personaler aus deinen Hobbys deine Charaktereigenschaften auslesen kann. Schreibst du zum Beispiel, dass du Fußball spielst, heißt das für einen Personaler, dass du meist über eine ausgeprägte Teamfähigkeit verfügst. Führst du aber auf, dass du ein leidenschaftlicher Fallschirmspringer bist, könnte dir das negativ als hohe Risikobereitschaft ausgelegt werden. Überlege dir daher gut, ob und welche Hobbys du preisgeben willst.

Als letztes kommt auf deinen Lebenslauf unten rechts nochmal dein Vor- und Nachname, sowie Ort, Datum und deine Unterschrift.

3. Welche Arten von Lebensläufen gibt es?

Neben dem tabellarischen Lebenslauf, den wir euch oben bereits beschrieben haben, gibt es zum Beispiel den handschriftlichen oder den ausführlichen Lebenslauf. Sie unterscheiden sich im wesentlichen Punkten vom tabellarischen Lebenslauf, stellen andere Anforderungen an dich und lassen die unterschiedlichsten Rückschlüsse auf deine Persönlichkeit zu. Beide wollen wir euch hier kurz vorstellen.

  • Handschriftlicher Lebenslauf

    Der handschriftliche Lebenslauf ist sehr selten geworden. Der größte Vorteil eines handschriftlichen Lebenslaufs ist es, dass der Personaler über deine Handschrift Rückschlüsse auf deine Persönlichkeit ziehen kann.

    In einem handschriftlichen Lebenslauf formulierst aus, was du in einem tabellarischen Lebenslauf auch darstellen würdest. Du stellst also in einem Fließtext chronologisch deinen schulischen Werdegang dar, gibst an welche Berufserfahrungen du bereits durch Nebenjobs oder Praktika gesammelt hast und beschreibst deine Hobbys, Sprachfähigkeiten und EDV-Kenntnisse.

    Da nicht jeder durch eine perfekte Handschrift glänzt, solltest du, um verschmierte Linien zu vermeiden, bei einem handschriftlichen Lebenslauf mit einem guten Kugelschreiber oder Füller schreiben. Das Papier, auf dem du schreibst, sollte dicker sein als normales Druckpapier und weder liniert noch kariert sein. Wenn du Probleme hast in einer geraden Linie zu schreiben, kannst du einfach ein liniertes Papier als Unterlage benutzen.

    Beim Schreiben solltest du darauf achten am linken Rand genug Platz zu lassen, sodass das Blatt gelocht werden kann. Auf der rechten Seite reicht ein Rand von ca. zwei Zentimetern.

  • Ausführlicher Lebenslauf

    Im ausführlichen Lebenslauf verfasst du einen am Computer geschriebenen, chronologischen Fließtext. Deinen Fließtext unterteilst du – ähnlich wie beim tabellarischen Lebenslauf – in Abschnitte, die sich mit deinen persönlichen Daten, deiner schulischen und beruflichen Bildung, deinen Praktika, Fähigkeiten und Qualifikationen und deinen Hobbys beschäftigen. Über jeden Abschnitt setzt du wie beim tabellarischen Lebenslauf eine Überschrift und zeigst damit an, womit sich dieser Abschnitt beschäftigt.

    In den Abschnitt für persönliche Daten gehören wie üblich, dein Vor- und Nachname, deine Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Es steht dir frei deine Staatsangehörigkeit, deinen Familienstand und deinen Geburtstag und -ort anzugeben.

    In den nächsten Abschnitten gibst du die gleichen Informationen, die du auch in einem tabellarischen Lebenslauf geben würdest.

    Zum Schluss solltest du im ausführlichen Lebenslauf noch deine Zukunftspläne kurz und knapp darstellen und erklären, warum du dich für diesen Weg entschieden hast.

    Ein weiterer Unterschied zum tabellarischen Lebenslauf besteht darin, dass du am Ende, wie im Anschreiben, mit einer Grußformel abschließt.

    Auch den ausführlichen Lebenslauf solltest du am Ende unterschreiben.

4. Lücken im Lebenslauf

In der Regel werden Bewerbern drei Monate eingeräumt, in denen sie sich neu orientieren und Bewerben können, ohne das sie als „Untätig“ gelten. Als Lücke gilt daher alles, was diesen Zeitraum von drei Monaten überschreitet.

In vielen Fällen ist man aber gar nicht untätig. Hast du zum Beispiel ein halbes Jahr oder Jahr im Ausland verbracht, kannst du dies mit in deinen Lebenslauf schreiben. Ein längerer Auslandsaufenthalt zeugt von deiner interkulturellen Kompetenz.

Auch wenn du in der Zwischenzeit irgendeine Art von Weiterbildungskursen besucht hast gehört das dringend in deinen Lebenslauf. Dazu zählt zum Beispiel ein Bewerbertraining, ein Rhetorikkurs oder z.B. Sprachkurse.

Des Weiteren sind die Pflege eines Familienmitglieds oder Elternzeit ein triftiger Grund für eine „Arbeitslosigkeit“ und gehören deshalb auch in deinen Lebenslauf.

Wichtig ist hierbei, dass du ehrlich bleibst. Spätestens im Vorstellungsgespräch wird der Personaler dich nach deinen Lücken fragen und Falschaussagen können dann schnell auffliegen.

5. Muster-Lebenslauf

Eigentlich solltest du jetzt alles nötige Wissen, um deinen eigenen Lebenslauf zu erstellen. Allerdings kann es sehr kompliziert seinen bei Word oder anderen Programmen einen kreativen Lebenslauf von Grund auf neu zu erstellen. Deshalb findest du hier ein Lebenslauf-Muster zum Download, dass du z.B. in Word bearbeiten und umgestalten kannst.

Wenn die Vorschau nicht klappt, kannst du die PDF hier downloaden.

Fazit

Der Lebenslauf in deinen Bewerbungsunterlagen gibt einem Personaler einen ersten Überblick über deinen bisherigen Werdegang. Daher sollte er nicht länger als zwei Seiten sein. Es gilt, schreib nur das in deinen Lebenslauf, was auch etwas mit deiner Wunschausbildung zu tun hat.

Hier haben wir nochmal kurz alles Zusammengefasst.

  • Achte auf gleiche Formatierung und Schrift bei allen selbstverfassten Dokumenten.
  • In den Lebenslauf gehören: deine schulische Ausbildung, dein beruflicher Werdegang, ggf. Praktika, Sprach- und EDV-Kenntnisse und wenn du willst deine Hobbys.
  • Lücken im Lebenslauf sind keine Schande und können sinnvoll gefüllt werden.
  • In der Regel verfasst du einen tabellarischen Lebenslauf. Handschriftliche oder ausführliche Lebensläufe werden explizit von dir verlangt und sollten auch nur dann erstellt werden.

Beliebteste Artikel

Interessante Artikel die Dich interessieren können


arrow_drop_down
Inhaltsverzeichnis